
Dr. Sieglinde Klaus
Vědecká redakce — Bergdorf Bioscience

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die durch Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Mit 2 bis 50 Aminosäuren sind sie kleiner als Proteine und erfüllen vielfältige biologische Funktionen – von Hormonregulation über Immunmodulation bis zur Geweberegeneration. Seit der ersten Synthese von Insulin 1921 wurden weltweit über 80 Peptid-Medikamente zugelassen (Wang et al., 2022). Dieser Leitfaden erklärt die wissenschaftlichen Grundlagen, Herstellungsverfahren und Qualitätskriterien von Forschungspeptiden.
Peptide bestehen aus 2 bis 50 Aminosäuren, die durch kovalente Peptidbindungen verknüpft sind. Diese Bindung entsteht durch eine Kondensationsreaktion zwischen der Carboxylgruppe einer Aminosäure und der Aminogruppe der nächsten. Proteine hingegen umfassen mehr als 50 Aminosäuren und bilden komplexe dreidimensionale Faltungsstrukturen. Peptide haben ein Molekulargewicht von typischerweise 500 bis 5.000 Dalton, während Proteine oft über 10.000 Dalton liegen. Bekannte therapeutische Peptide sind Insulin (51 AS), Oxytocin (9 AS) und BPC-157 (15 AS). Laut Wang et al. (2022) wurden seit 1921 über 80 Peptid-basierte Medikamente zugelassen. Die Klasse umfasst Hormone, Neuropeptide, antimikrobielle Peptide und Wachstumsfaktoren mit breitem Anwendungsspektrum in Diagnostik und Therapie.
Die Standardmethode ist die Festphasen-Peptidsynthese (SPPS), entwickelt von Robert Bruce Merrifield (Nobelpreis 1984). Bei der Fmoc/tBu-Strategie werden Aminosäuren schrittweise an ein festes Trägerharz gekoppelt (Coin et al., 2007). Der Prozess läuft in Zyklen: Entschützung der Fmoc-Gruppe, Aktivierung und Kopplung der nächsten Aminosäure. Nach Abschluss wird das Peptid vom Harz abgespalten. Moderne Verfahren wie mikrowellenunterstützte SPPS und DNA-kodierte Bibliotheken haben Effizienz und Geschwindigkeit deutlich verbessert (Muttenthaler et al., 2023). Die anschließende Reinigung erfolgt über Reversed-Phase HPLC, die Reinheitsgrade von ≥99% ermöglicht – der Goldstandard für Forschungspeptide.

Die Reinheit wird mittels analytischer HPLC bestimmt: Das Peptid wird in flüssiger Phase durch eine Säule geleitet und die UV-Absorption bei 214–220 nm gemessen. Der Flächenanteil des Hauptpeaks im Chromatogramm ergibt den Reinheitsgrad (Aguilar, 2007). Ein Certificate of Analysis (CoA) dokumentiert: HPLC-Reinheit (≥99% bei Forschungsqualität), Massenspektrometrie-Ergebnisse (beobachtete vs. theoretische Molekülmasse), Aminosäuresequenz, Chargennummer und Herstellungsdatum. Bei BPC-157 von Bergdorf Bioscience liegt die theoretische Masse bei 1419 Da – das CoA bestätigt die Übereinstimmung. Zusätzlich werden häufig Endotoxin-Tests und Restlösungsmittel-Analysen durchgeführt.
Lyophilisierung (Gefriertrocknung) stabilisiert Peptide für Lagerung und Transport. Der Prozess umfasst drei Phasen: Einfrieren, Primärtrocknung (Sublimation des Eises unter Vakuum) und Sekundärtrocknung (Entfernung gebundenen Restwassers). Das Ergebnis ist ein trockenes, poröses Pulver (Remmele et al., 2012). Lyophilisierte Peptide sind bei -20°C über 2 Jahre haltbar, bei 2–8°C mehrere Monate. Kritisch ist die Vermeidung von Feuchtigkeit und wiederholten Gefrier-Tau-Zyklen nach Rekonstitution (Butreddy et al., 2021). Zucker wie Trehalose oder Saccharose dienen als Kryo- und Lyoprotektoren, die die native Peptidstruktur während des Trocknungsprozesses bewahren. Alle Peptide von Bergdorf Bioscience werden als lyophilisiertes Pulver mit temperaturkontrolliertem Kühltransport geliefert.

Der globale Peptid-Therapeutika-Markt erreichte 2023 ein Volumen von 41,44 Milliarden US-Dollar mit 10,2% jährlicher Wachstumsrate. Zwischen 2020 und 2023 wurden die meisten FDA-Zulassungen für Peptid-Medikamente erteilt (Xiao et al., 2025). Zu den intensiv erforschten Peptiden gehören:
Nein. Peptide sind kurze Aminosäureketten mit spezifischen biologischen Signalwirkungen. Steroide sind lipidbasierte Moleküle mit einem Vier-Ring-Grundgerüst. Sie unterscheiden sich fundamental in Struktur, Wirkungsmechanismus und Anwendungsprofil.
Lagern Sie lyophilisierte Peptide bei -20°C für maximale Stabilität oder bei 2–8°C für regelmäßigen Zugriff. Schützen Sie die Vials vor Feuchtigkeit und Licht. Nach Rekonstitution kühl lagern und innerhalb von 4 Wochen aufbrauchen.
Eine HPLC-Reinheit von ≥99% bedeutet, dass mindestens 99% des Materials das gewünschte Peptid ist. Für Forschungszwecke ist dies der Goldstandard. Das CoA dokumentiert die Reinheit, Identität und Chargennummer jedes Produkts.
Die Anforderungen variieren je nach Land. In der EU sind Forschungspeptide für akademische und wissenschaftliche Zwecke erhältlich. Informieren Sie sich über die geltenden Vorschriften in Ihrem Land.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.
Wissenschaftliche Redaktion: Dr. Sieglinde Klaus – Bergdorf Bioscience