

Wissenschaftliches Verzeichnis
Substanzprofile mit Wirkmechanismus, Evidenzlage und Primärquellen. Ein Nachschlagewerk für die Forschung, kein Produktkatalog.
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Kupferpeptid
Alanine-histidine-lysine copper complex
AHK-Cu ist der Kupfer(II)-Komplex des Tripeptids L-Alanyl-L-Histidyl-L-Lysin (AHK), von Peptidlieferanten meist als Copper Tripeptide-3 vermarktet; ein CosIng-Eintrag dieses Namens existiert nicht, und die registrierte INCI-Bezeichnung Tripeptide-3 bezeichnet ein anderes Peptid (aus Glycin, Serin und Valin). Es gehört zur selben Stoffklasse wie das deutlich umfangreicher untersuchte GHK-Cu, ist aber wissenschaftlich wesentlich dünner dokumentiert: Die auf PubMed indexierte Primärliteratur beschränkt sich im Kern auf eine einzelne Ex-vivo- und Zellkulturstudie an menschlichen Haarfollikeln (Pyo et al., 2007). In der Forschung erscheint AHK-Cu daher fast ausschließlich im Kontext der Haarfollikel- und Kopfhautforschung sowie in kosmetischen Formulierungen.
Fettverbrennung
AOD9604 · HGH 176-191 · HGH Frag 176-191
Amylin-Analogon
AM833
Cagrilintid (AM833) ist ein synthetisches, lipidiertes Analogon des Pankreashormons Amylin, das bei Novo Nordisk als langwirksamer Kandidat für die Forschung zur Körpergewichtsregulation entwickelt wurde. Die Substanz wirkt als nichtselektiver Agonist an Amylin-Rezeptoren und am Calcitonin-Rezeptor und wurde sowohl allein als auch in Kombination mit Semaglutid (CagriSema) in klinischen Studien bis einschließlich Phase 3 untersucht. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung besteht nach dem Stand bei Redaktionsschluss weder für die Substanz allein noch für die Kombination.
GHRH-Analog
CJC-1295 ohne DAC ist ein synthetisches Analogon des biologisch aktiven N-terminalen Fragments des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons, GRF(1-29), mit vier Aminosäureaustauschen und einer Länge von 29 Aminosäuren. In der Literatur erscheint dieselbe Struktur auch als modifiziertes GRF(1-29); der Zusatz ohne DAC grenzt sie von der Variante mit Drug-Affinity-Complex ab, die über einen Linker kovalent an Serumalbumin bindet. Untersucht wird die Substanz im Kontext der GHRH-Rezeptor-Signalgebung und der Wachstumshormonachse.
Wachstumshormon
Somatropin · rhGH · Recombinant Human Growth Hormone
Melanocortin
MT-I · MT-1 · Afamelanotide
Melanotan I ist ein synthetisches lineares Tridecapeptid und ein Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH, bei dem zwei Aminosäuren ausgetauscht sind ([Nle4,D-Phe7]-α-MSH). Es wurde an der University of Arizona als experimenteller Pigmentierungswirkstoff entwickelt und später unter dem INN Afamelanotid als subkutanes Implantat (Handelsname Scenesse) zur Vorbeugung von Phototoxizität bei erythropoetischer Protoporphyrie (EPP) zugelassen. In der Forschung erscheint es im Kontext von Pigmentierung, Photoprotektion und der Pharmakologie des Melanocortin-1-Rezeptors.
Melanocortin
MT-II · MT-2 · MTII
Melanotan II ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid und ein Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH, das als nicht-selektiver Agonist an Melanocortin-Rezeptoren wirkt. Es wurde in den 1990er Jahren als experimenteller Pigmentierungswirkstoff entwickelt und später in frühen klinischen Studien zur erektilen Funktion untersucht, bevor die Entwicklung eingestellt wurde. Heute erscheint es in der Forschung zur Pharmakologie der Melanocortin-Rezeptoren, zur Pigmentierung und zur sexuellen Funktion.
Mitochondrial
MOTS-c (Mitochondrial ORF of the 12S rRNA type-c) ist ein aus 16 Aminosäuren bestehendes Peptid, das nicht im Zellkern, sondern in einem alternativen Leserahmen des mitochondrialen 12S-rRNA-Gens kodiert wird und damit zur Gruppe der mitochondrial abgeleiteten Peptide (MDP) zählt. Erstbeschrieben wurde es 2015 von Lee et al. in Cell Metabolism. In der Forschung erscheint MOTS-c im Kontext von Energiestoffwechsel, Insulinsensitivität, Belastungsphysiologie und altersabhängigen Stoffwechselveränderungen; eine Zulassung durch eine Arzneimittelbehörde besteht nicht.
Kognitiv
MEHFPGP · ACTH(4-7)PGP · Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid (Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro), das sich vom ACTH(4-7)-Fragment des adrenocorticotropen Hormons ableitet und C-terminal um das Tripeptid Pro-Gly-Pro verlängert ist. Es erscheint in der Forschung zu Kognition, Neuroprotektion und Erholung nach zerebraler Ischämie, überwiegend in Nagermodellen sowie in klinischen Arbeiten, die in Russland publiziert wurden. Semax ist in Russland als Arzneimittel registriert, besitzt jedoch keine Zulassung durch EMA oder FDA; außerhalb dieses regionalen Kontexts wird es als Forschungssubstanz behandelt.
Elamipretide
Elamipretide · MTP-131 · Bendavia
SS-31, auch bekannt als Elamipretide, MTP-131 oder Bendavia, ist ein synthetisches aromatisch-kationisches Tetrapeptid aus der Familie der Szeto-Schiller-Peptide, das sich an der inneren Mitochondrienmembran anreichert und dort an das Phospholipid Cardiolipin bindet. Es erscheint in der Forschung zu mitochondrialer Bioenergetik, primären Mitochondriopathien und Alterungsprozessen. Im September 2025 erteilte die FDA dem pharmazeutischen Produkt FORZINITY (Elamipretidhydrochlorid) eine beschleunigte Zulassung zur Verbesserung der Muskelkraft bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Barth-Syndrom ab einem Körpergewicht von 30 kg; damit ist Elamipretide die erste krankheitsspezifisch zugelassene Behandlung des Barth-Syndroms.
Thymosin Beta-4
Thymosin Beta-4 fragment · TB4 · Tβ4
TB-500 ist ein synthetisches Peptid auf Basis von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem natürlich vorkommenden, Aktin-bindenden Peptid aus 43 Aminosäuren; in der analytischen Literatur bezeichnet der Name auch ein synthetisches Fragment der Aktin-bindenden Region von Tβ4. Es erscheint in der Forschung zu Geweberegeneration, Wundheilung und kardialer Reparatur, fast ausschließlich in Zellkultur- und Tiermodellen. TB-500 ist eine Forschungschemikalie ohne Zulassung durch eine Arzneimittelbehörde.
GHRH-Analog
TH9507 · Egrifta · Egrifta SV
Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH), bestehend aus der vollständigen GHRH(1-44)-Sequenz mit einer trans-3-Hexenoyl-Modifikation am N-Terminus (44 Aminosäuren). Es wird vor allem im Kontext der Wachstumshormonachse und der Verteilung von viszeralem Fettgewebe erforscht. In den USA ist der Wirkstoff unter dem Namen Egrifta für eine eng definierte Indikation bei HIV-assoziierter Lipodystrophie zugelassen.
Thymisches Peptid
Thymosin Alpha-1 ist ein N-terminal acetyliertes Peptid aus 28 Aminosäuren, das natürlicherweise durch proteolytische Spaltung aus Prothymosin Alpha entsteht und ursprünglich aus Thymusgewebe isoliert wurde. Die synthetische Form trägt den INN Thymalfasin und erscheint in der Forschung zur Immunmodulation, unter anderem im Kontext chronischer Virushepatitis, der Sepsis und als Impfstoff-Adjuvans.
GLP-1/GIP
LY3298176 · Mounjaro · Zepbound
Tirzepatid (LY3298176) ist ein synthetisches Peptid aus 39 Aminosäuren, das strukturell vom nativen GIP abgeleitet ist und eine C20-Fettdisäure-Seitenkette trägt. Es wirkt als dualer Agonist am GIP- und am GLP-1-Rezeptor und erscheint in der metabolischen Forschung, vor allem zu Glukosestoffwechsel und Körpergewichtsregulation. Unter den Handelsnamen Mounjaro und Zepbound ist der Wirkstoff als Arzneimittel zugelassen.
Wissenschaftliches Verzeichnis
Substanzprofile mit Wirkmechanismus, Evidenzlage und Primärquellen. Ein Nachschlagewerk für die Forschung, kein Produktkatalog.
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Kupferpeptid
Alanine-histidine-lysine copper complex
AHK-Cu ist der Kupfer(II)-Komplex des Tripeptids L-Alanyl-L-Histidyl-L-Lysin (AHK), von Peptidlieferanten meist als Copper Tripeptide-3 vermarktet; ein CosIng-Eintrag dieses Namens existiert nicht, und die registrierte INCI-Bezeichnung Tripeptide-3 bezeichnet ein anderes Peptid (aus Glycin, Serin und Valin). Es gehört zur selben Stoffklasse wie das deutlich umfangreicher untersuchte GHK-Cu, ist aber wissenschaftlich wesentlich dünner dokumentiert: Die auf PubMed indexierte Primärliteratur beschränkt sich im Kern auf eine einzelne Ex-vivo- und Zellkulturstudie an menschlichen Haarfollikeln (Pyo et al., 2007). In der Forschung erscheint AHK-Cu daher fast ausschließlich im Kontext der Haarfollikel- und Kopfhautforschung sowie in kosmetischen Formulierungen.
Fettverbrennung
AOD9604 · HGH 176-191 · HGH Frag 176-191
Amylin-Analogon
AM833
Cagrilintid (AM833) ist ein synthetisches, lipidiertes Analogon des Pankreashormons Amylin, das bei Novo Nordisk als langwirksamer Kandidat für die Forschung zur Körpergewichtsregulation entwickelt wurde. Die Substanz wirkt als nichtselektiver Agonist an Amylin-Rezeptoren und am Calcitonin-Rezeptor und wurde sowohl allein als auch in Kombination mit Semaglutid (CagriSema) in klinischen Studien bis einschließlich Phase 3 untersucht. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung besteht nach dem Stand bei Redaktionsschluss weder für die Substanz allein noch für die Kombination.
GHRH-Analog
CJC-1295 ohne DAC ist ein synthetisches Analogon des biologisch aktiven N-terminalen Fragments des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons, GRF(1-29), mit vier Aminosäureaustauschen und einer Länge von 29 Aminosäuren. In der Literatur erscheint dieselbe Struktur auch als modifiziertes GRF(1-29); der Zusatz ohne DAC grenzt sie von der Variante mit Drug-Affinity-Complex ab, die über einen Linker kovalent an Serumalbumin bindet. Untersucht wird die Substanz im Kontext der GHRH-Rezeptor-Signalgebung und der Wachstumshormonachse.
Wachstumshormon
Somatropin · rhGH · Recombinant Human Growth Hormone
Melanocortin
MT-I · MT-1 · Afamelanotide
Melanotan I ist ein synthetisches lineares Tridecapeptid und ein Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH, bei dem zwei Aminosäuren ausgetauscht sind ([Nle4,D-Phe7]-α-MSH). Es wurde an der University of Arizona als experimenteller Pigmentierungswirkstoff entwickelt und später unter dem INN Afamelanotid als subkutanes Implantat (Handelsname Scenesse) zur Vorbeugung von Phototoxizität bei erythropoetischer Protoporphyrie (EPP) zugelassen. In der Forschung erscheint es im Kontext von Pigmentierung, Photoprotektion und der Pharmakologie des Melanocortin-1-Rezeptors.
Melanocortin
MT-II · MT-2 · MTII
Melanotan II ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid und ein Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH, das als nicht-selektiver Agonist an Melanocortin-Rezeptoren wirkt. Es wurde in den 1990er Jahren als experimenteller Pigmentierungswirkstoff entwickelt und später in frühen klinischen Studien zur erektilen Funktion untersucht, bevor die Entwicklung eingestellt wurde. Heute erscheint es in der Forschung zur Pharmakologie der Melanocortin-Rezeptoren, zur Pigmentierung und zur sexuellen Funktion.
Mitochondrial
MOTS-c (Mitochondrial ORF of the 12S rRNA type-c) ist ein aus 16 Aminosäuren bestehendes Peptid, das nicht im Zellkern, sondern in einem alternativen Leserahmen des mitochondrialen 12S-rRNA-Gens kodiert wird und damit zur Gruppe der mitochondrial abgeleiteten Peptide (MDP) zählt. Erstbeschrieben wurde es 2015 von Lee et al. in Cell Metabolism. In der Forschung erscheint MOTS-c im Kontext von Energiestoffwechsel, Insulinsensitivität, Belastungsphysiologie und altersabhängigen Stoffwechselveränderungen; eine Zulassung durch eine Arzneimittelbehörde besteht nicht.
Kognitiv
MEHFPGP · ACTH(4-7)PGP · Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid (Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro), das sich vom ACTH(4-7)-Fragment des adrenocorticotropen Hormons ableitet und C-terminal um das Tripeptid Pro-Gly-Pro verlängert ist. Es erscheint in der Forschung zu Kognition, Neuroprotektion und Erholung nach zerebraler Ischämie, überwiegend in Nagermodellen sowie in klinischen Arbeiten, die in Russland publiziert wurden. Semax ist in Russland als Arzneimittel registriert, besitzt jedoch keine Zulassung durch EMA oder FDA; außerhalb dieses regionalen Kontexts wird es als Forschungssubstanz behandelt.
Elamipretide
Elamipretide · MTP-131 · Bendavia
SS-31, auch bekannt als Elamipretide, MTP-131 oder Bendavia, ist ein synthetisches aromatisch-kationisches Tetrapeptid aus der Familie der Szeto-Schiller-Peptide, das sich an der inneren Mitochondrienmembran anreichert und dort an das Phospholipid Cardiolipin bindet. Es erscheint in der Forschung zu mitochondrialer Bioenergetik, primären Mitochondriopathien und Alterungsprozessen. Im September 2025 erteilte die FDA dem pharmazeutischen Produkt FORZINITY (Elamipretidhydrochlorid) eine beschleunigte Zulassung zur Verbesserung der Muskelkraft bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Barth-Syndrom ab einem Körpergewicht von 30 kg; damit ist Elamipretide die erste krankheitsspezifisch zugelassene Behandlung des Barth-Syndroms.
Thymosin Beta-4
Thymosin Beta-4 fragment · TB4 · Tβ4
TB-500 ist ein synthetisches Peptid auf Basis von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem natürlich vorkommenden, Aktin-bindenden Peptid aus 43 Aminosäuren; in der analytischen Literatur bezeichnet der Name auch ein synthetisches Fragment der Aktin-bindenden Region von Tβ4. Es erscheint in der Forschung zu Geweberegeneration, Wundheilung und kardialer Reparatur, fast ausschließlich in Zellkultur- und Tiermodellen. TB-500 ist eine Forschungschemikalie ohne Zulassung durch eine Arzneimittelbehörde.
GHRH-Analog
TH9507 · Egrifta · Egrifta SV
Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH), bestehend aus der vollständigen GHRH(1-44)-Sequenz mit einer trans-3-Hexenoyl-Modifikation am N-Terminus (44 Aminosäuren). Es wird vor allem im Kontext der Wachstumshormonachse und der Verteilung von viszeralem Fettgewebe erforscht. In den USA ist der Wirkstoff unter dem Namen Egrifta für eine eng definierte Indikation bei HIV-assoziierter Lipodystrophie zugelassen.
Thymisches Peptid
Thymosin Alpha-1 ist ein N-terminal acetyliertes Peptid aus 28 Aminosäuren, das natürlicherweise durch proteolytische Spaltung aus Prothymosin Alpha entsteht und ursprünglich aus Thymusgewebe isoliert wurde. Die synthetische Form trägt den INN Thymalfasin und erscheint in der Forschung zur Immunmodulation, unter anderem im Kontext chronischer Virushepatitis, der Sepsis und als Impfstoff-Adjuvans.
GLP-1/GIP
LY3298176 · Mounjaro · Zepbound
Tirzepatid (LY3298176) ist ein synthetisches Peptid aus 39 Aminosäuren, das strukturell vom nativen GIP abgeleitet ist und eine C20-Fettdisäure-Seitenkette trägt. Es wirkt als dualer Agonist am GIP- und am GLP-1-Rezeptor und erscheint in der metabolischen Forschung, vor allem zu Glukosestoffwechsel und Körpergewichtsregulation. Unter den Handelsnamen Mounjaro und Zepbound ist der Wirkstoff als Arzneimittel zugelassen.