KLOW Stack: GHK-Cu, TB-500, BPC-157 und KPV im Forschungs-Blend
Dr. Sieglinde Klaus
Wissenschaftliche Redaktion · Bergdorf Bioscience

Inhaltsverzeichnis
- 01Was ist der KLOW Stack und warum ist er ein Blend?
- 02Welche vier Komponenten enthält der KLOW Stack?
- 03Was trägt GHK-Cu im KLOW Stack bei?
- 04Was tragen TB-500 und BPC-157 bei?
- 05Was trägt KPV im KLOW Stack bei?
- 06Warum werden diese vier Peptide kombiniert?
- 07Wie wird der KLOW Stack rekonstituiert und dosiert?
- 08Wie wird der KLOW Stack gelagert und wie stabil ist er?
- 09Welche Halbwertszeit hat der KLOW Stack?
- 10Worin unterscheidet sich der KLOW Stack vom GLOW-Blend?
- 11Welche Nebenwirkungen und Grenzen sind beim KLOW Stack bekannt?
- 12Häufig gestellte Fragen zum KLOW Stack
- Ist der KLOW Stack dasselbe wie GLOW?
- Warum variiert die Zusammensetzung des KLOW Stacks zwischen Anbietern?
- Welche Komponente bestimmt die Lagerung des KLOW Stacks?
- Gibt es eine humane Halbwertszeit für den KLOW Stack?
- Ist der KLOW Stack für den menschlichen Gebrauch zugelassen?
Der KLOW Stack ist eine fixe Mischung aus vier Forschungspeptiden in einer einzigen lyophilisierten Durchstechflasche: GHK-Cu, TB-500, BPC-157 und KPV. Die für diesen Beitrag spezifizierte Zusammensetzung lautet GHK-Cu 25 mg, TB-500 10 mg, BPC-157 10 mg und KPV 10 mg, also 55 mg Gesamtmasse. KLOW ist ein anbietergeprägter Name, keine standardisierte Formulierung, und ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt.
Was ist der KLOW Stack und warum ist er ein Blend?
KLOW bezeichnet keinen einzelnen Wirkstoff, sondern einen fixen Multi-Peptid-Blend, der vier verschiedene Forschungspeptide gemeinsam in einer Durchstechflasche bündelt. Der Name ist ein Akronym aus den enthaltenen Komponenten und wurde von Anbietern geprägt; es existiert keine pharmakopöe-konforme oder anderweitig standardisierte Referenzformulierung. Das hat eine praktische Konsequenz: Die am Markt verkauften KLOW-Vials unterscheiden sich erheblich, vor allem in der GHK-Cu-Beladung und damit in der Gesamtmasse.
Die für diesen Beitrag zugrunde gelegte Variante enthält GHK-Cu 25 mg, TB-500 10 mg, BPC-157 10 mg und KPV 10 mg, summiert also 55 mg. Eine sehr verbreitete Alternative trägt GHK-Cu 50 mg bei gleicher Beladung der übrigen drei Komponenten und kommt damit auf 80 mg Gesamtmasse. Lesen Sie deshalb immer die auf dem jeweiligen Vial angegebene mg-Aufschlüsselung. Die komponentenspezifische Wissenschaft, die wir unten beschreiben, ist dosisunabhängig, doch die Konzentration pro Milliliter nach der Rekonstitution hängt direkt von der exakten Vial-Beladung ab.
Die Blend-Logik beruht darauf, dass die vier Peptide weitgehend nicht überlappende Knotenpunkte der Geweberegeneration adressieren: Zellmigration und Angiogenese, VEGFR2-vermittelte Gefäßbildung plus Zytoprotektion, extrazelluläre Matrixremodellierung sowie entzündungsdämpfende Signalmodulation. Anbieter argumentieren, dass ein Vial damit Angiogenese, Matrix und Entzündung gleichzeitig abdeckt, ein Konzept, das ausschließlich präklinisch zu verstehen ist.
Welche vier Komponenten enthält der KLOW Stack?
KLOW kombiniert vier strukturell und mechanistisch unterschiedliche Peptide. GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin in Komplex mit Kupfer(II)) ist ein endogenes humanes Tripeptid der Sequenz Gly-His-Lys, das Cu2+ cheliert; das Kupfer wird über den Imidazol-Stickstoff des Histidins, die alpha-Aminogruppe des Glycins und einen deprotonierten Amid-Stickstoff koordiniert, wodurch die Kupfer-Redoxtoxizität stillgelegt und ein nicht-toxischer Kupfertransport möglich wird. Mit 25 mg ist GHK-Cu die mengenmäßig dominante Komponente dieser Variante.
TB-500 wird als synthetisches Analog von Thymosin beta-4 vermarktet; die eigentliche Forschungseinheit ist das N-acetylierte aktive Fragment Ac-LKKTETQ (Tbeta4-Reste 17 bis 23), die Aktin-Bindungsregion, deren Bindungsstelle von Van Troys et al., 1996 kartiert wurde. BPC-157 ist ein stabiles gastrisches Pentadecapeptid aus 15 Aminosäuren mit der Sequenz Gly-Glu-Pro-Pro-Pro-Gly-Lys-Pro-Ala-Asp-Asp-Ala-Gly-Leu-Val, ein Teilfragment des humanen Magensaftproteins BPC.
KPV schließlich ist das Tripeptid Lys-Pro-Val, das C-terminale Fragment (Reste 11 bis 13) des alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (alpha-MSH). Es ist die einzige Komponente, die trotz ihrer alpha-MSH-Herkunft nicht melanocortin-rezeptorvermittelt wirkt. Jede dieser vier Komponenten bringt einen eigenen molekularen Angriffspunkt mit, was die nächsten Abschnitte einzeln aufschlüsseln.

Was trägt GHK-Cu im KLOW Stack bei?
GHK-Cu liefert im Blend die Matrix- und Antioxidans-Achse. Endogen sinkt der Plasmaspiegel von GHK mit dem Alter von etwa 200 ng/mL mit 20 Jahren auf rund 80 ng/mL mit 60 Jahren Pickart et al., 2015; Dou et al., 2020. In nicht-toxischen Konzentrationen von 1 bis 10 nM stimuliert das Peptid in präklinischen Modellen sowohl die Synthese als auch den Abbau von Kollagen und Glykosaminoglykanen wie Dermatan- und Chondroitinsulfat sowie Decorin und moduliert Matrix-Metalloproteinasen zusammen mit deren Inhibitoren TIMP-1 und TIMP-2.
Daneben induziert GHK-Cu Wachstumsfaktoren wie bFGF und VEGF und wirkt als ROS-Fänger; in Caco-2-Zellen wurde bei 10 microM eine etwa 50-prozentige Reduktion t-BHP-induzierter ROS berichtet. Auf Genebene moduliert GHK-Cu einen großen Anteil des humanen Transkriptoms: Berichtet wird ein Einfluss auf rund 31,2 Prozent der Gene bei mindestens 50 Prozent Änderung, davon etwa 59 Prozent hochreguliert und 41 Prozent herunterreguliert, mit Hochregulation von etwa 84 DNA-Reparaturgenen und Ubiquitin-Proteasom-Genen sowie Suppression proinflammatorischer Signale wie IL-6 und NF-kB-getriebenem TNF Pickart et al., 2018.
In-vivo-Referenzen nennen für Knochenheilungsstudien etwa 140 microg pro Injektion über 10 Tage; die geschätzte humane therapeutische systemische Exposition liegt bei rund 100 bis 200 mg Pickart et al., 2015. GHK-Cu ist zugleich das empfindlichste Peptid des Blends und damit ratenbestimmend für die Stabilität.
Was tragen TB-500 und BPC-157 bei?
TB-500 und BPC-157 bilden gemeinsam die Migrations- und Angiogenese-Achse des Blends. Das primäre molekulare Ziel des TB-500-Fragments ist monomeres G-Aktin: Thymosin beta-4 ist das wichtigste intrazelluläre G-Aktin-sequestrierende Peptid und puffert das Gleichgewicht zwischen G- und F-Aktin, wodurch es Zytoskelett-Dynamik, Zellmigration, Angiogenese und Wundreparatur reguliert. Übliche Forschungsprotokolle für das Heptapeptid-Fragment bewegen sich im Bereich von etwa 2 bis 5 mg pro Woche, aufgeteilt über die Woche, wobei zweimal wöchentliche Beladungsschemata die mehrtägige Gewebepersistenz widerspiegeln.
BPC-157 ergänzt eine rezeptorgekoppelte Angiogenese plus Zytoprotektion. Es wirkt proangiogen über VEGFR2: Das Peptid fördert die VEGFR2-Internalisierung und aktiviert den VEGFR2-Akt-eNOS-Signalweg, was durch den Endozytose-Inhibitor Dynasore blockiert wird, und erhöhte in präklinischen Modellen die Gefäßdichte sowie die Wiederherstellung des Blutflusses in der ischämischen Rattenhinterpfote Hsieh et al., 2017. In Muskel- und Sehnenverletzungsmodellen reguliert BPC-157 VEGF hoch und liefert eine, wie die Autoren es nennen, adäquat modulierte Angiogenese mit verbesserter Heilung Brcic et al., 2009.
Beide Peptide adressieren damit komplementäre Aspekte der Gefäßbildung: TB-500 über die intrazelluläre Aktin-Dynamik der wandernden Zellen, BPC-157 über die rezeptorvermittelte VEGFR2-NO-Achse. Berichtete Nagerdosen für BPC-157 liegen häufig in Bereichen von 10 microg/kg bis 10 ng/kg. Das Zytoprotektionskonzept nach Robert und Szabo wird über die Modulation des NO-Systems systemisch erweitert Sikiric et al., 2025.

Was trägt KPV im KLOW Stack bei?
KPV ist die entzündungsdämpfende Komponente und zugleich der Unterschied zwischen KLOW und dem verwandten GLOW-Blend. Bemerkenswert ist, dass der antiinflammatorische Mechanismus von KPV melanocortin-rezeptor-unabhängig ist, obwohl das Tripeptid vom alpha-MSH abstammt. Stattdessen wird KPV über den Di- und Tripeptid-Transporter PepT1 in Epithel- und Immunzellen aufgenommen; der intestinale Km-Wert liegt bei etwa 160 microM, in Jurkat-T-Zellen bei etwa 700 microM. Im Inneren akkumuliert das Peptid im Zellkern.
Dort hemmt KPV die Aktivierung von NF-kB, indem es den Umsatz von NF-kB und IkBalpha verzögert, und unterdrückt zusätzlich die Phosphorylierung von MAPK, also ERK1/2, JNK und p38. In nanomolaren Konzentrationen dämpft das Tripeptid proinflammatorische Zytokine: Berichtet werden eine Reduktion der IL-8-mRNA um etwa 35 Prozent sowie niedrigere Spiegel von IL-6, IL-12, IFN-gamma und IL-1beta. In murinen Kolitis-Modellen senkte KPV im DSS-Modell die Myeloperoxidase um rund 50 Prozent und reduzierte im TNBS-Modell die Entzündungsmarker um etwa 30 Prozent; in vivo wurde mit 100 microM im Trinkwasser dosiert, in vitro mit 10 nM bis 100 microM Dalmasso et al., 2008.
Im KLOW-Blend ergänzt KPV damit eine eigene Entzündungsachse über NF-kB und MAPK, die in den drei übrigen Komponenten nicht in dieser Form vertreten ist. Genau diese Achse ist es, die KLOW gegenüber GLOW als zusätzliches antiinflammatorisches Tripeptid hinzufügt.
Warum werden diese vier Peptide kombiniert?
Die Blend-These des KLOW Stacks lautet, dass sich vier komplementäre, weitgehend nicht überlappende Knotenpunkte der Geweberegeneration in einem Vial bündeln lassen. TB-500 treibt Zytoskelett- und Zellmigration sowie Angiogenese über die Aktin-Dynamik. BPC-157 ergänzt eine VEGFR2-vermittelte Angiogenese plus Zytoprotektion über die NO-Achse. GHK-Cu liefert die extrazelluläre Matrixremodellierung über Kollagen, Glykosaminoglykane und das MMP-TIMP-System sowie eine antioxidative und wachstumsfaktorinduzierende Komponente. KPV schichtet eine NF-kB- und MAPK-vermittelte Entzündungsdämpfung darüber.
Der intendierte präklinische Anwendungsfall sind nach Anbieterargumentation zusammengesetzte Verletzungsmodelle, chronische Entzündung und Regenerationsmodelle, in denen die Kombination Angiogenese, Matrix und Entzündung gleichzeitig adressieren soll. Mechanistisch greifen die Achsen ineinander: GHK-Cu und BPC-157 induzieren beide VEGF, sodass die proangiogene Aktivität von drei der vier Komponenten konvergiert, während TB-500 die migratorische Zytoskelett-Antwort der mobilisierten Zellen liefert und KPV die begleitende Entzündung dämpft.
Wichtig ist die nüchterne Einordnung: Es existieren keine kontrollierten Humandaten zum KLOW-Blend als Ganzes. Die Komponentenwissenschaft stammt aus Einzelstudien zu jeweils einem Peptid, nicht aus Untersuchungen der fixen Vierfachmischung. Synergie wird postuliert, ist aber für diese spezifische Kombination nicht klinisch belegt. Wer die rechnerische Aufteilung der Komponenten pro Milliliter nachvollziehen möchte, kann den KLOW Stack im Peptid-Rechner berechnen, um Konzentrationen anhand der jeweiligen Vial-Beladung zu visualisieren.
Wie wird der KLOW Stack rekonstituiert und dosiert?
Da KLOW als fixer Blend vorliegt, lassen sich die vier Komponenten nicht getrennt dosieren; jede entnommene Menge enthält das festgelegte Verhältnis. Bei der spezifizierten 55-mg-Variante stehen GHK-Cu, TB-500, BPC-157 und KPV im Verhältnis 25 zu 10 zu 10 zu 10. Die Konzentration pro Milliliter nach der Rekonstitution ergibt sich direkt aus dem zugegebenen Volumen an bakteriostatischem Wasser. Rekonstituieren Sie beispielsweise 55 mg Gesamtmasse mit 2,75 mL, enthält jeder Milliliter rechnerisch 20 mg Gesamtpeptid, davon etwa 9,1 mg GHK-Cu und je 3,6 mg der übrigen drei Komponenten.
Die in der Komponentenwissenschaft genannten Forschungsbereiche dienen der Einordnung, nicht als Protokoll: Für das TB-500-Fragment werden in Forschungsprotokollen etwa 2 bis 5 mg pro Woche genannt, GHK-Cu-In-vivo-Referenzen liegen bei rund 140 microg pro Injektion in Tiermodellen, und KPV wurde in vivo mit 100 microM im Trinkwasser eingesetzt. Diese Zahlen stammen aus heterogenen Modellen und sind nicht ineinander umrechenbar.
Beim Rekonstituieren ist die Stabilität der empfindlichsten Komponente maßgeblich. GHK-Cu ist hochempfindlich gegenüber Carboxypeptidase-Spaltung, lichtgetriebener Kupfer-Photooxidation und pH-Extremen, mit einem optimalen Bereich von etwa 5,0 bis 6,5. Geben Sie das Lösungsmittel langsam an die Vialwand, schwenken Sie statt zu schütteln und schützen Sie die Lösung vor Licht. Alle Angaben sind Handhabungshinweise im Forschungskontext und keine Dosierungsempfehlung.
Wie wird der KLOW Stack gelagert und wie stabil ist er?
Die Stabilität des gesamten Blends wird von der am wenigsten stabilen Komponente bestimmt, und das ist eindeutig GHK-Cu. Alle folgenden Werte sind Handhabungsangaben in Grad Celsius und nicht peer-reviewte Stabilitätsassays.
Als lyophilisiertes Pulver gilt: Einfrieren bei minus 20 Grad Celsius für die Langzeitlagerung über etwa 18 bis 24 Monate, eine Kühlung bei 2 bis 8 Grad Celsius ist akzeptabel für rund 12 bis 18 Monate, und Raumtemperatur sollte nur für etwa 2 bis 4 Monate genutzt werden. Nach der Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser sollte die Lösung bei 2 bis 8 Grad Celsius gekühlt und innerhalb von etwa 28 bis 30 Tagen verbraucht werden. Wird stattdessen konservierungsmittelfreies steriles Wasser verwendet, verkürzt sich die nutzbare Haltbarkeit auf etwa 24 bis 48 Stunden.
Drei Faktoren sind für den KLOW-Blend besonders kritisch, weil sie genau GHK-Cu treffen: Schützen Sie das Kupferpeptid vor Licht, um Photooxidation zu vermeiden, halten Sie den pH-Wert im optimalen Bereich von etwa 5,0 bis 6,5 und meiden Sie pH-Extreme, und minimieren Sie Frier-Tau-Zyklen, da diese Aggregation und Oxidation begünstigen. Wer den Blend in kleineren Arbeitsmengen aliquotiert, reduziert wiederholtes Auftauen der Gesamtcharge. Da GHK-Cu ratenbestimmend ist, gelten diese Vorsichtsmaßnahmen für das gesamte Vial, auch wenn die übrigen drei Peptide für sich genommen robuster sind.
Welche Halbwertszeit hat der KLOW Stack?
Für den KLOW-Blend als Einheit existiert keine publizierte Halbwertszeit; die Pharmakokinetik ist komponentenspezifisch, und nur eine der vier Komponenten verfügt über belastbare humane Werte. Die harten Zahlen stammen von Thymosin beta-4, dem Ursprungsmolekül von TB-500. In einer Phase-I-Studie mit rekombinantem humanem Thymosin beta-4 lag die terminale Halbwertszeit bei etwa 0,5 bis 2,08 Stunden, beispielsweise 1,02 Stunden bei 0,5 microg/kg und bis zu 2,08 Stunden bei 25 microg/kg, mit linearer, nicht-akkumulierender Kinetik und dosisproportionalem Cmax Wang et al., 2021. Einzeldosen von 42, 140, 420 und 1260 mg intravenös wurden gut vertragen und zeigten dosisproportionale, lineare Pharmakokinetik, wobei die Halbwertszeit mit der Dosis zunahm Ruff et al., 2010.
Wichtig ist, dass diese Werte für das vollständige Thymosin beta-4 gelten, nicht für das TB-500-Heptapeptid-Fragment Ac-LKKTETQ selbst, dessen humane Halbwertszeit nicht formal publiziert ist; die zweimal wöchentliche Forschungsdosierung impliziert jedoch eine mehrtägige Gewebepersistenz.
Für die übrigen drei Komponenten fehlen validierte humane Werte. GHK-Cu hat keine saubere systemische Halbwertszeit; es wird rasch durch Carboxypeptidasen gespalten, was eine kurze Plasmaverweildauer nahelegt Pickart et al., 2018. Die humane Pharmakokinetik von BPC-157 ist unpubliziert; es wird in Nagern als ungewöhnlich abbaustabil beschrieben Sikiric et al., 2025. Bei KPV wird die Wirkung durch PepT1-vermittelte zelluläre Aufnahme getrieben, nicht durch zirkulierende Spiegel, weshalb keine formale Plasma-Halbwertszeit existiert Dalmasso et al., 2008.
Worin unterscheidet sich der KLOW Stack vom GLOW-Blend?
KLOW und GLOW sind dasselbe Konzept, mit genau einem Unterschied: KLOW gleich GLOW plus KPV. GLOW ist typischerweise eine Mischung aus BPC-157, TB-500 und GHK-Cu, etwa als 70-mg-Blend, und besitzt damit keine dedizierte antiinflammatorische NF-kB-Achse. KLOW fügt diesem Dreierverbund das alpha-MSH-abgeleitete Tripeptid KPV hinzu, das die Entzündungsdämpfung über die Hemmung von NF-kB und MAPK beisteuert. Wer also die Migrations-, Angiogenese- und Matrixachse sucht, findet sie in beiden Blends; nur KLOW ergänzt explizit die entzündungsmodulierende Komponente.
Innerhalb des KLOW-Blends unterscheiden sich die vier Peptide grundlegend in ihrer Wirkweise. GHK-Cu trägt als einzige Komponente eine redox-stillgelegte Kupferfracht und wirkt auf Gen- und ECM-Ebene statt über einen einzelnen Rezeptor. TB-500 ist ein Fragmentanalog, nicht das vollständige Thymosin beta-4, und wirkt intrazellulär auf G-Aktin statt über einen Oberflächenrezeptor. BPC-157 ist rezeptorgekoppelt über VEGFR2 und das NO-System und gilt in Nagern als oral und parenteral stabil. KPV ist die einzige Komponente, die trotz alpha-MSH-Herkunft nicht melanocortin-rezeptorvermittelt ist, was es von vollständigen alpha-MSH- und Melanotan-Analoga abgrenzt.
Diese Heterogenität ist zugleich das Argument der Anbieter für den Blend und der Grund, warum die Lagerung an der empfindlichsten Komponente ausgerichtet werden muss. Alle Aussagen sind präklinisch oder frühklinisch und keine klinische Anleitung.
Welche Nebenwirkungen und Grenzen sind beim KLOW Stack bekannt?
Für den KLOW-Blend als Ganzes existieren keine kontrollierten humanen Sicherheitsdaten; er wird strikt nur für Forschungszwecke verkauft und ist kein zugelassenes Therapeutikum. Die Sicherheitsinformation ist daher komponentenweise und immer mit Vorbehalt zu lesen. Für vollständiges Thymosin beta-4 wurden intravenöse Einzeldosen bis 1260 mg bei gesunden Probanden gut vertragen, ohne dosislimitierende Toxizität Ruff et al., 2010, und rekombinantes Thymosin beta-4 zeigte keine Akkumulation Wang et al., 2021.
BPC-157 wird als gut verträglich und ohne nachgewiesene Toxizität in Nagern beschrieben, doch das humane Sicherheitsdossier ist unpubliziert, und über 80 Prozent der Literatur stammen aus einer einzigen Forschungsgruppe, sodass die unabhängige Replikation begrenzt ist Sikiric et al., 2025. GHK-Cu ist in nanomolaren bis mikromolaren Konzentrationen in vitro nicht-toxisch; die Hauptvorbehalte sind die Handhabung und Photooxidation des Kupferpeptids sowie die theoretische Kupferlast bei chronischer hochdosierter Anwendung. KPV zeigt in Nager-Kolitis ein gutartiges Profil, hat aber keine humane Pharmakovigilanz.
Als theoretisches Kombinationsrisiko gilt die gestapelte proangiogene Aktivität von TB-500, BPC-157 und GHK-Cu über VEGF; genau diese Eigenschaft markieren Kritiker als unquantifizierte Sorge, etwa im Kontext okkulter Neoplasien oder proliferativer Erkrankungen. Alle hier genannten Angaben sind präklinisch oder frühklinisch und dürfen nicht als klinische Empfehlung gelesen werden.
Häufig gestellte Fragen zum KLOW Stack
Ist der KLOW Stack dasselbe wie GLOW?
Nein, aber sie sind eng verwandt. KLOW entspricht dem GLOW-Blend plus dem zusätzlichen Tripeptid KPV. GLOW kombiniert typischerweise BPC-157, TB-500 und GHK-Cu, während KLOW dieselben drei Komponenten plus KPV enthält, das eine antiinflammatorische Achse über die Hemmung von NF-kB und MAPK beisteuert Dalmasso et al., 2008. KLOW deckt damit zusätzlich die Entzündungsmodulation ab.
Warum variiert die Zusammensetzung des KLOW Stacks zwischen Anbietern?
Weil KLOW ein anbietergeprägter Name ohne standardisierte Formulierung ist. Die Variante in diesem Beitrag enthält GHK-Cu 25 mg bei 55 mg Gesamtmasse; eine andere verbreitete Variante trägt GHK-Cu 50 mg bei 80 mg Gesamtmasse. Die per-mL-Konzentration nach der Rekonstitution hängt direkt von der jeweiligen Vial-Beladung ab, weshalb Sie immer die angegebene mg-Aufschlüsselung lesen sollten.
Welche Komponente bestimmt die Lagerung des KLOW Stacks?
GHK-Cu, das empfindlichste der vier Peptide. Es ist anfällig für Carboxypeptidase-Spaltung, lichtgetriebene Kupfer-Photooxidation und pH-Extreme, mit einem Optimum von etwa 5,0 bis 6,5. Da die Blend-Stabilität von der schwächsten Komponente begrenzt wird, gelten Lichtschutz, pH-Vorsicht und das Minimieren von Frier-Tau-Zyklen für das gesamte Vial.
Gibt es eine humane Halbwertszeit für den KLOW Stack?
Nicht für den Blend als Einheit. Nur Thymosin beta-4, das Ursprungsmolekül von TB-500, hat belastbare humane Werte mit einer terminalen Halbwertszeit von etwa 0,5 bis 2,08 Stunden Wang et al., 2021. GHK-Cu, BPC-157 und KPV besitzen keine validierte humane Pharmakokinetik.
Ist der KLOW Stack für den menschlichen Gebrauch zugelassen?
Nein. Der KLOW Stack wird strikt nur für Forschungszwecke verkauft und ist kein zugelassenes Therapeutikum. Es existieren keine kontrollierten humanen Sicherheitsdaten zur fixen Vierfachmischung, und sämtliche hier zusammengefassten Daten stammen aus präklinischen oder frühklinischen Einzelstudien zu den Komponenten.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Wissenschaftliche Redaktion: Dr. Sieglinde Klaus
Quellenangaben
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4508379/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6073405/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8789089/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2431115/
- Hsieh MJ, et al. Therapeutic potential of pro-angiogenic BPC157 is associated with VEGFR2 activation and up-regulation. Journal of molecular medicine (Berlin, Germany). 2017.PMID
- Brcic L, et al. Modulatory effect of gastric pentadecapeptide BPC 157 on angiogenesis in muscle and tendon healing. Journal of physiology and pharmacology : an official journal of the Polish Physiological Society. 2009.PMID
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8419156/
