
Forschungspeptide, die in präklinischen und klinischen Studien zur Appetitregulation, Glukosehomöostase und zum Fettstoffwechsel eingesetzt werden. Die Kategorie bündelt Inkretin-Rezeptor-Agonisten wie Retatrutid (GLP-1/GIP/GCG) und Tirzepatid (GLP-1/GIP), die an mehreren Hormonrezeptoren der gastrointestinalen Achse ansetzen, sowie metabolische und mitochondriale Peptide wie MOTS-c, AOD-9604, 5-Amino-1MQ und den Cofaktor NAD+. Alle Peptide werden mit 99 % HPLC-Reinheit ausschließlich als Research Use Only bereitgestellt.
Forschungspeptide rund um Appetit, Glukosehomöostase und Fettstoffwechsel: vom Triple-Agonisten Retatrutid und dem Dual-Agonisten Tirzepatid bis zu mitochondrialen Peptiden wie MOTS-c und dem Cofaktor NAD+. Alle Wirkstoffe werden mit 99 % HPLC-Reinheit ausschließlich als Research Use Only bereitgestellt.
In der metabolischen Forschung werden Inkretin-Agonisten häufig mit Peptiden kombiniert, die die Lipolyse, die Wachstumshormon-Achse oder den mitochondrialen Stoffwechsel adressieren, etwa Tirzepatid mit Tesamorelin, Retatrutid mit AOD-9604 oder MOTS-c neben einem GLP-1-Agonisten.
Inkretin-Rezeptor-Agonisten sind Peptide, die die Wirkung körpereigener Darmhormone wie GLP-1 (Glucagon-like Peptide 1) und GIP (Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide) nachahmen. In der metabolischen Forschung dienen sie als Werkzeuge, um Mechanismen der Insulinsekretion, der Magenentleerung, des Sättigungsgefühls und der Energiebilanz zu untersuchen. Durch die gezielte Aktivierung einzelner oder mehrerer Inkretin-Rezeptoren lassen sich deren Beiträge zur Glukoseregulation und zum Fettstoffwechsel differenzieren. Triple-Agonisten wie Retatrutid erweitern das Spektrum um den Glucagon-Rezeptor und ermöglichen so Untersuchungen zu kombinierten Effekten auf Appetit, Insulinantwort und Energieumsatz innerhalb eines einzigen Moleküls.
Unter Gewichtsmanagement fassen wir Forschungspeptide zusammen, die in Studien zur Appetitregulation, Glukosehomöostase und zum Fettstoffwechsel eingesetzt werden. Im Zentrum stehen Inkretin-Rezeptor-Agonisten, die je nach Molekül einen, zwei oder drei Hormonrezeptoren der gastrointestinalen Achse ansprechen. Retatrutid ist ein Triple-Agonist an den Rezeptoren GLP-1, GIP und Glucagon (GCG) mit einer Plasma-Halbwertszeit von rund 6 Tagen (Jastreboff et al., NEJM 2023, TRIUMPH-Programm) und wird in Modellen zu Adipositas und metabolischer Dysfunktion untersucht. Tirzepatid ist ein Dual-Agonist an GLP-1 und GIP mit einer Halbwertszeit von rund 5 Tagen (Eli Lilly, SURPASS-1) und einem deutlich breiteren klinischen Datenbestand aus der Diabetes- und Adipositas-Forschung. Neben den Inkretinen umfasst die Kategorie metabolische und mitochondriale Peptide: MOTS-c, ein mitochondrial kodiertes Peptid mit einer Halbwertszeit von rund 12 Stunden (Lee et al., Cell Metabolism 2015), das Wachstumshormon-Fragment AOD-9604 und 5-Amino-1MQ, ein niedermolekularer NNMT-Inhibitor, sowie den Cofaktor NAD+. Diese Vielfalt erlaubt es, appetit- und glukosegesteuerte Mechanismen den lipolytischen und mitochondrialen Pfaden gegenüberzustellen.
Die Inkretin-Agonisten dieser Kategorie unterscheiden sich vor allem in der Zahl der gleichzeitig adressierten Rezeptoren. Jeder zusätzliche Rezeptorarm erweitert das pharmakologische Profil und damit die metabolischen Endpunkte, die sich in präklinischen Modellen untersuchen lassen. Die folgende Übersicht ordnet die Klassen anhand der Peptide ein, die in dieser Kategorie geführt werden:
Abseits der Inkretin-Achse bündelt die Kategorie Peptide und Cofaktoren, die den Stoffwechsel über gänzlich andere Mechanismen adressieren und so als komplementäre Vergleichsarme dienen. MOTS-c ist ein mitochondrial kodiertes Peptid, das in der Forschung mit dem AMPK-Signalweg, der Insulinsensitivität und der Skelettmuskel-Energetik in Verbindung gebracht wird (Lee et al., Cell Metabolism 2015); seine Halbwertszeit liegt bei rund 12 Stunden. NAD+ ist ein Redox-Cofaktor, der als systemisches Substrat in Studien zu Energiestoffwechsel, mitochondrialer Funktion und Langlebigkeit untersucht wird; die Plasma-Halbwertszeit liegt im Bereich von etwa 1 bis 2 Stunden. 5-Amino-1MQ ist ein niedermolekularer Inhibitor der Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT) und wird in präklinischen Modellen im Zusammenhang mit Adipozyten-Stoffwechsel und zellulärem NAD+-Pool charakterisiert. Anders als die Inkretine, die über Hormonrezeptoren der Darm-Hirn-Achse signalisieren, greifen diese Werkzeuge direkt in den intrazellulären Energiestoffwechsel ein. Dadurch lassen sich appetit- und glukosegesteuerte Pfade von mitochondrialen und lipolytischen Mechanismen methodisch sauber trennen.
Die Peptide dieser Kategorie werden anhand klar definierter Endpunkte in In-vitro- und präklinischen Modellen charakterisiert; alle nachfolgend genannten Größen beziehen sich ausschließlich auf das Studiendesign und nicht auf eine Anwendung am Menschen. Im Vordergrund stehen Sättigungs- und Appetitmodelle, in denen Nahrungsaufnahme, Magenentleerung und zentrale Signalwege der Energiebilanz erfasst werden. Die glykämische Kontrolle wird über glukoseabhängige Insulinsekretion, Insulinsensitivität und Glukosetoleranz quantifiziert, häufig im Vergleich der Mono-, Dual- und Triple-Agonisten. Für die lipolytische Komponente dienen Fettoxidation und Lipolyse im Adipozyten als Auslesegrößen, insbesondere bei AOD-9604 und dem HGH-Fragment 176-191, die diese Effekte ohne nennenswerte IGF-1-Erhöhung modellieren. Auf Ebene der Körperzusammensetzung werden in Tiermodellen Fettmasse, viszerales Fettgewebe und Magermasse als Readouts erfasst. MOTS-c und NAD+ ergänzen diese Endpunkte um mitochondriale Marker wie AMPK-Aktivierung und zellulären Energiestatus. Auf diese Weise lassen sich appetit-, glukose- und fettstoffwechselgesteuerte Mechanismen innerhalb einer Kategorie vergleichend untersuchen.
Jede Charge wird mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) auf 99 % Reinheit geprüft und durch Massenspektrometrie in ihrer molekularen Identität bestätigt. Analysezertifikate (CoA) sind auf Anfrage erhältlich und werden dem jeweiligen Peptid eindeutig zugeordnet; jede Produktseite listet Molekulargewicht, Aminosäuresequenz und, sofern publiziert, die Rezeptor-Affinität. Die gesamte Kategorie ist ausschließlich als Research Use Only (RUO) gekennzeichnet und nicht für den Einsatz am Menschen oder am Tier bestimmt. Die lyophilisierten Peptide sind bei minus 20 °C über 24 Monate stabil und sollten bis zur Verwendung trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Für Versuchsreihen wird typischerweise mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert; die resultierende Lösung ist bei 2 bis 8 °C über 28 Tage verwendbar. Ein langsames Zugeben des Lösungsmittels an der Vialwand und eine sanfte Rotation statt Schütteln verhindern Schaumbildung und Peptid-Abbau durch Scherkräfte. Aliquotieren in kleinere Portionen reduziert wiederholte Einfrier-Auftau-Zyklen. Detaillierte Protokolle zu Zielkonzentration, Volumen und Halbwertszeit finden sich in den Research-Guides zu Retatrutid und Tirzepatid.