
Forschungspeptide zur Untersuchung der somatotropen Achse. Die Kategorie bündelt GHRH-Analoga wie Tesamorelin und Sermorelin, die eine pulsatile endogene Freisetzung von Wachstumshormon aus der Hypophyse anstoßen, GHRP wie Ipamorelin, Hexarelin, GHRP-2 und GHRP-6, die am Ghrelin-Rezeptor ansetzen, GH-Fragmente wie HGH-Fragment 176-191 und AOD-9604 für die Lipolyse-Forschung ohne relevante IGF-1-Erhöhung, sowie HGH 191AA (Somatropin), die vollständige 191-Aminosäuren-Sequenz des rekombinanten Wachstumshormons zur Abdeckung der gesamten GH-Achse einschließlich anaboler und IGF-1-vermittelter Effekte.
Wachstumshormon-Peptide bündelt vier Wirkstoffklassen der somatotropen Achse: GHRH-Analoga, GHRP, GH-Fragmente und vollständiges Somatropin. Alle Produkte sind HPLC-geprüft, als Research Use Only gekennzeichnet und ausschließlich für In-vitro- und präklinische Forschung bestimmt.
GHRH-Analogon, GHRP, GH-Fragment und vollständiges Somatropin werden in der Forschung häufig in getrennten Experimentalarmen eingesetzt, um pulsatile GH-Freisetzung, synergistische Sekretagogen-Effekte, direkte Lipolyse und anabole IGF-1-vermittelte Wirkungen sauber voneinander zu trennen.
Tesamorelin ist ein synthetisches GHRH-Analogon mit einer zusätzlichen trans-3-Hexenoyl-Gruppe am N-Terminus, die die enzymatische Stabilität erhöht. In der Forschung wird es eingesetzt, um die pulsatile Ausschüttung von endogenem Wachstumshormon und die nachgeschaltete IGF-1-Antwort zu untersuchen. Typische Anwendungsfelder in Studien sind viszerales Fettgewebe und HIV-assoziierte Lipodystrophie (Falutz et al., NEJM 2007; Stanley et al., JCEM 2019). Die Plasma-Halbwertszeit liegt bei etwa 30 Minuten, die biologische Wirkdauer jedoch länger, da der stimulierte GH-Puls selbst zeitversetzt erfolgt.
Unter Wachstumshormon fassen wir Forschungspeptide zusammen, die an der somatotropen Achse ansetzen, also an der hormonellen Kaskade zwischen Hypothalamus, Hypophyse und peripherem Zielgewebe. GHRH-Analoga wie Tesamorelin und Sermorelin imitieren das hypothalamische Releasing-Hormon und stimulieren die endogene, pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon aus der Hypophyse mit konsekutiver IGF-1-Antwort. GHRP wie Ipamorelin, Hexarelin, GHRP-2 und GHRP-6 wirken über den Ghrelin-Rezeptor (GHS-R) und stoßen die GH-Sekretion über einen zweiten, komplementären Signalweg an. GH-Fragmente wie HGH-Fragment 176-191 und AOD-9604 entsprechen dem C-terminalen Abschnitt des Wachstumshormons und werden hinsichtlich lipolytischer Mechanismen untersucht, die unabhängig vom IGF-1-Signalweg verlaufen. HGH 191AA (Somatropin) bildet die vollständige 191-Aminosäuren-Sequenz ab und adressiert die gesamte GH-Achse einschließlich JAK2/STAT5-Signaling, IGF-1-Induktion in Hepatozyten und peripherer Lipolyse. Die Kategorie richtet sich an präklinische Studien zu GH-Pulsatilität, Fettstoffwechsel, viszeralem Adipositas-Modell, Proteinsynthese, Knochen- und Muskelstoffwechsel sowie zu Interaktionen mit weiteren metabolischen Peptiden.
Die vier Klassen greifen an unterschiedlichen Stellen der somatotropen Achse an und werden in der Forschung deshalb gezielt getrennt oder kombiniert. Die folgende Übersicht ordnet die Peptide dieser Kategorie ihren Angriffspunkten und typischen Forschungsendpunkten zu:
Die Peptide dieser Kategorie werden anhand klar definierter Endpunkte charakterisiert. Auf Achsenebene steht die pulsatile GH-Freisetzung im Vordergrund: GHRH-Analoga und GHRP lösen Sekretagogen-vermittelte Pulse aus, deren Amplitude und Frequenz in Hypophysen- und Tiermodellen quantifiziert werden. Nachgeschaltet folgt die IGF-1-Antwort, die als Marker der somatotropen Aktivität dient und insbesondere in Hepatozyten messbar ist. Auf molekularer Ebene aktiviert vollständiges Somatropin nach Rezeptor-Dimerisierung die JAK2/STAT5-Kaskade; STAT5-Phosphorylierung und hepatische IGF-1-mRNA-Expression sind etablierte Auslesegrößen. Die lipolytische Komponente wird über GH-Fragmente abgebildet: AOD-9604 und HGH-Fragment 176-191 steigern in präklinischen Modellen die Fettoxidation und Lipolyse im Adipozyten, ohne den IGF-1-Signalweg nennenswert zu aktivieren, was die saubere Trennung von anaboler und metabolischer Achse erlaubt. Weitere typische Endpunkte sind Marker des Knochen- und Muskelstoffwechsels sowie kontrainsulinäre Effekte im Tiermodell.
Jedes Peptid wird per HPLC auf eine Reinheit von ≥99 % geprüft und per Massenspektrometrie auf Identität und Molekulargewicht bestätigt. Analysezertifikate (CoAs) stellen wir auf Anfrage bereit und dokumentieren die jeweilige Charge. Alle Produkte sind als Research Use Only (RUO) gekennzeichnet und ausschließlich für In-vitro-Experimente sowie präklinische Forschungszwecke bestimmt; sie sind nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch zugelassen und entsprechen keinem pharmazeutischen Qualitätsregime. Sequenz- und Molekulargewichtsangaben finden sich jeweils auf der Produktseite, so dass sich Einwaage und Arbeitskonzentration für das eigene Protokoll präzise berechnen lassen.
Die lyophilisierten Peptide sind bei minus 20 °C über 24 Monate stabil und sollten bis zum Ansetzen trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Für Experimente wird typischerweise mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert; die resultierende Lösung ist bei 2 bis 8 °C über 28 Tage verwendbar. Die tatsächliche Arbeitskonzentration richtet sich nach dem jeweiligen Studienprotokoll und der eingesetzten Vialgröße. Aliquotieren Sie frühzeitig, um Freeze-Thaw-Zyklen zu minimieren, und lagern Sie Stammlösungen lichtgeschützt. Vermeiden Sie kräftiges Schütteln direkt an der Vial-Wand und lassen Sie das Lyophilisat vor Verwendung auf Raumtemperatur äquilibrieren.